Haus Halemweg

Infos zum Haus

Unsere Notunterkunft für geflüchtete Menschen im Halemweg konnte max. 510 Bewohner und Bewohnerinnen aufnehmen. Der Großteil der Bewohner und Bewohnerinnen kam aus Syrien, dem Irak, Iran, Afghanistan und aus Moldau. Da 80% der Bewohner und Bewohnerinnen Familien waren, lebten bei uns im Schnitt 130 – 150 Kinder zwischen 0 – 12 Jahren.

Die bei uns lebenden Personen wurden in den ehemaligen Klassenräumen untergebracht. In einem Raum schliefen ca. 10 – 12 Personen, also ungefähr 3 – 4 Familien. Da die Schule über keine Duschen verfügte, wurden im Hof zwei Duschcontainer mit jeweils 15 Duschen aufgestellt.

Die ehemalige Mensa wurde weiterhin als Speiseraum genutzt. Das Essen wurde von einem Caterer angeliefert und vor Ort durch den Caterer ausgegeben.

Die (Brand-) Sicherheit im Gebäude wurde mit Hilfe eines externen Sicherheitsunternehmens gewährleistet.

Spendenkammer

Dank der vielen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen konnten wir den Bewohner und Bewohnerinnen regelmäßig Kleidung für Kinder, Frauen und Männer in separaten Räumlichkeiten ausgeben.

Deutschkurse

In den ehemaligen Chemie- und Physiklehrräumen wurden für die Bewohner und Bewohnerinnen Deutschkurse angeboten, welche auf großes Interesse stießen.

Willkommensklassen

In Kooperation mit der Erwin-von-Witzleben-Grundschule wurden seit Anfang Februar 2016 drei Willkommensklassen angeboten. Der Unterricht fand aufgrund der schwierigen Raumkapazitäten teilweise in den Räumlichkeiten der Unterkunft statt. Somit konnten die Kinder unserer Unterkunft schon kurz nach der Eröffnung unseres Hauses eingeschult werden. Weitere Willkommensklassen befanden sich beispielsweise in der Helmut-James-von-Moltke-Grundschule.

Kinderraum

Um die „Kleinen“ kümmerten sich im Haus unsere Erzieher und Erzieherinnen. Neben pädagogischer Projektarbeit wurde besonderer Wert auf die Aneignung der deutschen Sprache in spielerischer Form gelegt.

Frauenraum

Um den Frauen einen geschützten Raum zu bieten, wurde ein spezieller Frauenraum von Frauen für die weiblichen Bewohnerinnen eingerichtet. Hier konnten sie sich austauschen, Erfahrungen, Probleme und Sorgen teilen, einen Tee trinken, gemeinsam nähen, stricken oder sich einfach entspannen.

Ärztliche Versorgung

Die ärztliche Erstversorgung im Haus wurde zunächst durch einen ehrenamtlich tätigen Arzt gewährleistet, der die Bewohner und Bewohnerinnen jeden Mittwoch betreute. Ab Mitte 2016 kümmerten sich Sanitäter und Sanitäterinnen vom DRK um die medizinische Grundversorgung.

Bewohner*innenküche

In der ehemaligen Lehrküche hatten die Bewohner und Bewohnerinnen die Möglichkeit, sich eigenverantwortlich Speisen zuzubereiten. Alle Bewohner und Bewohnerinnen wurden durch den Betreiber der Berliner Wohnplattform voll beköstigt. Da es jedoch sehr schwer ist, 500 Menschen mit dem gleichen Essen glücklich zu machen, wurde die ehemalige Lehrküche als zusätzliche Möglichkeit geöffnet.

Waschraum

Im Waschraum wurden von den Hauswirtschaftskräften die Kleidung der Bewohner und Bewohnerinnen gewaschen und getrocknet.

Beauty-Salon

Auch einen kleinen Beauty-Salon hatten wir bei uns in der Unterkunft eingerichtet, welcher durch fachkundige Hausbewohner und Bewohnerinnen bedient wurde.

Ehrenamt

Bürger und Bürgerinnen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge hier vor Ort engagieren wollten, wurde hierbei vom Team des Stadtteilzentrums Charlottenburg-Nord unterstützt.

  • Sie informierten und berieten die Ehrenamtlichen über Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingsunterkunft.
  • Sie halfen den Ehrenamtlichen bei der Konkretisierung ihrer Ideen und unterstützten Sie bei der Umsetzung Ihrer Angebotsideen.
  • Zudem informieren Sie über Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche (z.B. über Themen wie Impfschutz, Haftpflicht- und Unfallversicherung).

Als Ansprechperson stand hierfür Kerstin Semrau im Stadtteilzentrum Charlottenburg-Nord(Halemweg 18, 13627 Berlin) telefonisch 9029-25260 oder per Email an semrau@stadtteilverein.eu zur Verfügung.

Spenden

Sachspenden

Aufgrund der Vielzahl und der Fluktuation der Bewohner und Bewohnerinnen war unsere Notunterkunft stetig auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Neben Kleidung für die Bewohner und Bewohnerinnen wurden auch viele Schulranzen, Schulmaterialien, Kinderwagen, Spielzeug, Babyutensilien oder auch Laken und Stoffe zum Abhängen der Doppelstockbetten benötigt, um den Bewohnern und Bewohnerinnen in den Mehrbettzimmern zumindest etwas Privatsphäre bieten zu können.

Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft der Bevölkerung konnten wir den Bedarf oftmals abdecken. Daher möchten wir uns abschließend nochmals, auch im Namen aller Bewohner und Bewohnerinnen, bei allen Spenderinnen und Spendern recht herzlich bedanken!!!

Aktuelle Bedarfe werden wenn nötig aktualisiert. Regelmäßig werden folgende Sachen benötigt:

  • Herrenkleidung in allen Größen (T-Shirts, Pullover, Hosen, Jacken)
  • Unterwäsche (Neu!) für Männer
  • Socken
  • Herrenschuhe in allen Größen

Spenden können gerne wie folgt abgegeben werden: Montag bis Freitag, 09.00 bis 16.00 Uhr.

Nahrungsmittelspenden

Auch über Nahrungsmittelspenden freuen sich unsere Bewohner*innen sehr. Diese können Sie gern jeder Zeit bei der Wache im Empfangsbereich abgeben. Die Nahrungsmittelspenden werden dann im Erdgeschoss für alle Bewohner*innen zugänglich und zur freien Verfügung aufbewahrt.